Was ist Podologie – und was ist sie nicht?
Viele Menschen kennen den Begriff, sind sich aber nicht sicher, was hinter einer podologischen Behandlung steckt. Wir klären auf – sachlich, verständlich und ohne Fachchinesisch.
Podologie – das klingt zunächst nach einem Fachbegriff aus der Medizin, der wenig mit dem Alltag zu tun hat. Dabei ist podologische Behandlung für viele Menschen in Herten und dem gesamten Ruhrgebiet längst ein fester Bestandteil ihrer Gesundheitsvorsorge. Was genau dahintersteckt und für wen sie gedacht ist, erfahren Sie hier.
Was Podologie bedeutet
Das Wort kommt aus dem Griechischen: „podos" bedeutet Fuß, „logos" steht für Lehre. Podologie ist die medizinisch fundierte Behandlung von krankhaften Veränderungen am Fuß – von Nagelerkrankungen über Hornhautprobleme bis hin zu Beschwerden, die durch Grunderkrankungen wie Diabetes oder Rheuma entstehen.
In Deutschland ist Podologe ein staatlich anerkannter Heilberuf. Podologen haben eine dreijährige Fachausbildung absolviert – bei Vorkenntnissen wie einer Pflegeausbildung kann diese auf zwei Jahre verkürzt werden. Sie kennen Anatomie, Pathologie und Wundversorgung und arbeiten auf ärztliche Verordnung hin, wenn es die Situation erfordert.
Gut zu wissen
Die Podologische Behandlung kann von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden – bei bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus sowie dessen Folgeerkrankungen Neuropathie und Durchblutungsstörungen mit ärztlicher Verordnung. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zur Kostenübernahme.
Was Podologie nicht ist
Die Podologie ist keine kosmetische Fußpflege, sondern ein Heilberuf. Der Unterschied ist wichtig: Kosmetische Fußpflege – auch als allgemeine Fußpflege oder Pediküre bekannt – widmet sich der Pflege gesunder Füße. Die Podologie hingegen behandelt krankhafte Befunde, die medizinisches Wissen erfordern.
Ein Podologe führt präventive, therapeutische sowie rehabilitative Behandlungen an den Füßen durch. Zu den Kernkompetenzen gehört unter anderem die Anfertigung von Spangen bei eingewachsenem Nagel, speziellen Orthosen aus Silikon als Druck- und Reibungsschutz sowie die Beratung zu allen Themen rund um den Fuß. Das geht weit über das hinaus, was in einem herkömmlichen Nagelstudio möglich oder erlaubt ist.
Für wen ist Podologie geeignet?
Grundsätzlich kann jeder Gast podologische Hilfe in Anspruch nehmen. Besonders sinnvoll ist sie für Menschen mit:
Erkrankungen und Beschwerden:
- Diabetes mellitus – hier sind Füße besonders gefährdet
- Durchblutungsstörungen oder periphere arterielle Verschlusskrankheit
- Rheuma oder andere entzündliche Gelenkerkrankungen
- Eingewachsene oder verdickte Nägel
- Nagelpilz
- Hartnäckige Hornhautprobleme und Hühneraugen
- Fußfehlstellungen und Fußschmerzen
Besondere Umstände:
- Eingeschränkte Beweglichkeit, die die eigene Fußpflege erschwert
- Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Blutverdünnern (z. B. ASS, Eliquis, Lixiana)
Aber auch wer keiner Risikogruppe angehört und einfach möchte, dass seine Füße professionell und gründlich versorgt werden, ist im Fußtempel willkommen.
Wie läuft ein Termin ab?
Beim ersten Besuch schauen wir uns die Füße in Ruhe an, besprechen Beschwerden und Vorgeschichte und erklären, was wir tun und warum. Podologische Behandlung ist kein Einheitsangebot – sie richtet sich nach dem, was der Gast wirklich braucht.
Wer mehr über den konkreten Ablauf eines Termins im Fußtempel erfahren möchte, findet dazu einen eigenen Beitrag in unserem Wissensbereich.
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Neugierig geworden? – Wir freuen uns auf Sie.
Der Fußtempel in Herten ist Ihre Anlaufstelle für medizinische Fußpflege im Ruhrgebiet – ob mit Verordnung oder als Selbstzahler. Einfach Termin buchen und vorbeikommen.